Foto: pixelio.deOb Weihnachten, Silvester oder Ostern - das ganze Jahr ist gespickt mit Feiertagen, die neben einem religiösen oder politischen Hintergrund, hauptsächlich aber ihren Zweck als "Tage der Familie" haben. Doch je näher so ein „Tag der Familie“ rückt, desto unwohler fühlt sich der alleinerziehende Part. Natürlich ist man als Alleinerziehende(r) nicht familienlos, aber dennoch ist es unausweichlich, dass sich nach der Trennung die Veränderung an solchen Tagen besonders stark bemerkbar macht. Besonders dann, wenn Jahre, vielleicht sogar Jahrzehnte vorher immer nach Tradition gefeiert wurde und alle Feiertage auch ganz nach Familienart durchgeplant waren. An Heiligabend sitzen Mama, Papa und die Kinder zusammen am Weihnachtsbaum. Am ersten und zweiten Weihnachtsfeiertag werden die Schwiegereltern, bzw. die Großeltern oder andere Verwandte besucht. Und generell stehen an solchen Tagen die gegenseitigen Familienbesuche an oberster Stelle.
Doch das, was noch jahrelang Tradition war, wird nach der Trennung plötzlich zu einem Spießrutenlauf, von dem niemand weiß, wie er ausgehen wird. Für Paare, deren Trennung im Streit endete, ist eine solche Zusammenkunft an Tagen der Familie undenkbar. Die dicke Luft zwischen den Parteien würde wohl oder übel die ganze Festlichkeit zu einem Familiendesaster verwandeln. Es muss also eine Lösung her, die für alle, aber vor allem für das Kind denkbar ist.
Niemanden ist damit gedient, wenn Kind widerwillig zu Onkel und Tanten gezerrt wird, während Mama traurig zu Hause sitzt und gegen Feiertagsdepressionen ankämpft. Denn genau diese Niedergeschlagenheit zehrt nicht nur an den eigenen Nerven, sondern legt sich auch auf das Kind nieder. Die Folge kann eine regelrecht Feiertagsphobie bei ihm auslösen, denn es würde sich jedesmal aufs Neue hin und hergerissen fühlen.
Deshlab ist besonders im ersten Trennungsjahr ist Ablenkung bei den Feiertagen die beste Devise. Brechen Sie aus Ihrem traditionellen Denken aus, denn Tradition ist als Alleinerziehende(r) Schnee von gestern und stört den Blick für das Wesentliche. Und das Wesentliche an diesen Tagen ist, sie so harmonisch wie möglich über die Bühne zu bringen.
Wenn alle an einem Strang ziehen, können Kind, Mutter und Vater sogar auf eine ganz neue Weise Familie sein. Beispielsweise, wenn der Vater den Sprössling abholt, um mit ihm gemeinsam die Großeltern zu besuchen, sollte Mama einfach den Tag nutzen und sich ihrer Familie oder sogar den Freunden widmen. Der Überraschungsbesuch bei der Schwester, der Kaffeeklatsch bei den Eltern, oder die Party mit Freunden. Auch umgekehrt soll dieser Tipp eine wundersame Wirkung auf die übliche Feiertagseinsamkeit haben.
Wichtig ist, dass Sie in dieser schwierigen Zeit unter Menschen gehen und nicht allein zu Hause bleiben und Trübsal blasen. Denn auch die Fereitage und deren melancholischer Beigeschmack wird vergehen und somit der Alltag wird wieder Einkehr haben. Aber um so schöner wäre es doch, wenn Sie erholt und entspannt in den Alltag zurückkehren könnten und nicht mit Feiertagsgräuel im Hinterkopf. Vielleicht möchte jemand darüber schreiben?



