Donnerstag, 1. Januar 2009

Alleinerziehende - Nur keinen gewalttätigen Mann!

Autor: all4mykids
Foto: © Fotolia.com


Dieser Beitrag liegt mir am Herzen, weil eine Freundin wegen Gewalt in der Ehe jetzt alleinerziehende Mutter ist.

Frauen, die in einer gewalttätigen Beziehung leben, haben es oft besonders schwer auszubrechen. Männer, die zu Gewalt neigen, suchen sich gern Frauen aus, von denen sie annehmen, dass sie sie beherrschen können, schneiden sie von ihren Freunden ab und jeglicher anderer Möglichkeit, Unterstützung zu bekommen.

Wenn Sie aus einer gewalttätigen Beziehung kommen, müssen Sie besonders vorsichtig sein, nicht wieder in dieselbe Situation zu geraten. Sie können diese Gefahr reduzieren, indem Sie sich vorbereiten, bevor Sie in eine neue Beziehung gehen. Geld spielt dabei eine entscheidende Rolle. Sparen Sie, so viel Sie können. Richten Sie ein Sparkonto ein, das Sie am besten niemals anrühren. Es soll ausschließlich eine Sicherheit für Sie sein. Sparen Sie so viel, dass Sie mindestens ein Jahr davon leben könnten, sollten Sie wieder aus der Beziehung ausbrechen müssen.

Halten Sie Ihre sozialen Kontakte lebendig. Lassen Sie sich nicht von Ihrer Familie und Freunden abschneiden. Regelmäßiger Kontakt lässt viele Menschen an Ihrem Leben teilhaben. Informieren Sie über Ihre Lebensumstände. Ein abgerissener Kontakt lässt sich im Notfall nicht so einfach wieder herstellen. Der regelmäßige Kontakt ist eine gute Rückversicherung.

Der beste Schutz vor Gewalttätigkeit ist in Ihnen selbst. Sind Sie ein glücklicher, selbstbewusster Mensch, dann werden Sie weit weniger als Opfer in Frage kommen. Eine starke, selbstbewusste Frau fällt nicht in die Kategorie Frau, die ein gewalttätiger Mann sucht. Er will kontrollieren und beherrschen. Wenn Sie einmal eine lange Zeit allein gelebt haben und die Erfahrung machen konnten, dass Sie für sich selbst sorgen können, werden Sie aus einer
gewalttätigen Beziehung viel früher ausbrechen. Sie wissen halt, dass Sie es schaffen können.

Stürzen Sie sich nicht gleich Hals über Kopf in eine neue Beziehung. Zu Beginn zeigt jeder erst einmal seine Schokoladenseiten. Warten Sie, bis Sie die Fehler entdecken. Jeder hat Fehler, auch Sie. Man muss die Fehler kennen, ehe die Entscheidung zum Zusammenleben gefällt wird.

Häusliche Gewalt ist eine Frage der Kontrolle. Wenn ein eventuell gewalttätiger Mann sieht, dass er Sie nicht kontrollieren kann, wird er sich wahrscheinlich ein anderes Opfer suchen.

Lassen Sie sich helfen! In jeder Stadt gibt es Beratungsstellen, sozialpsychologische Dienste, Telefonseelsorgen, die Ihnen direkt weiterhelfen können! In jedem Telefonbuch sind vorne drin die 'Wichtigen Nummern' für eine erste (auch anonyme) Kontaktaufnahme.

Sehr hilfreich ist auch diese Internet-Linkliste mit vielen aktuellen Adressen von Organisationen, Verbänden, Selbsthilfegruppen etc.. - einfach mal reinklicken.

Wie kommt man aus so einer Nummer heraus? Welche Erfahrungen haben Sie gemacht?

Mittwoch, 24. Dezember 2008

Alleinerziehende - Das Leid mit den Feiertagen

Foto: pixelio.de

Ob Weihnachten, Silvester oder Ostern - das ganze Jahr ist gespickt mit Feiertagen, die neben einem religiösen oder politischen Hintergrund, hauptsächlich aber ihren Zweck als "Tage der Familie" haben. Doch je näher so ein „Tag der Familie“ rückt, desto unwohler fühlt sich der alleinerziehende Part. Natürlich ist man als Alleinerziehende(r) nicht familienlos, aber dennoch ist es unausweichlich, dass sich nach der Trennung die Veränderung an solchen Tagen besonders stark bemerkbar macht. Besonders dann, wenn Jahre, vielleicht sogar Jahrzehnte vorher immer nach Tradition gefeiert wurde und alle Feiertage auch ganz nach Familienart durchgeplant waren. An Heiligabend sitzen Mama, Papa und die Kinder zusammen am Weihnachtsbaum. Am ersten und zweiten Weihnachtsfeiertag werden die Schwiegereltern, bzw. die Großeltern oder andere Verwandte besucht. Und generell stehen an solchen Tagen die gegenseitigen Familienbesuche an oberster Stelle.

Doch das, was noch jahrelang Tradition war, wird nach der Trennung plötzlich zu einem Spießrutenlauf, von dem niemand weiß, wie er ausgehen wird. Für Paare, deren Trennung im Streit endete, ist eine solche Zusammenkunft an Tagen der Familie undenkbar. Die dicke Luft zwischen den Parteien würde wohl oder übel die ganze Festlichkeit zu einem Familiendesaster verwandeln. Es muss also eine Lösung her, die für alle, aber vor allem für das Kind denkbar ist.

Niemanden ist damit gedient, wenn Kind widerwillig zu Onkel und Tanten gezerrt wird, während Mama traurig zu Hause sitzt und gegen Feiertagsdepressionen ankämpft. Denn genau diese Niedergeschlagenheit zehrt nicht nur an den eigenen Nerven, sondern legt sich auch auf das Kind nieder. Die Folge kann eine regelrecht Feiertagsphobie bei ihm auslösen, denn es würde sich jedesmal aufs Neue hin und hergerissen fühlen.

Deshlab ist besonders im ersten Trennungsjahr ist Ablenkung bei den Feiertagen die beste Devise. Brechen Sie aus Ihrem traditionellen Denken aus, denn Tradition ist als Alleinerziehende(r) Schnee von gestern und stört den Blick für das Wesentliche. Und das Wesentliche an diesen Tagen ist, sie so harmonisch wie möglich über die Bühne zu bringen.

Wenn alle an einem Strang ziehen, können Kind, Mutter und Vater sogar auf eine ganz neue Weise Familie sein. Beispielsweise, wenn der Vater den Sprössling abholt, um mit ihm gemeinsam die Großeltern zu besuchen, sollte Mama einfach den Tag nutzen und sich ihrer Familie oder sogar den Freunden widmen. Der Überraschungsbesuch bei der Schwester, der Kaffeeklatsch bei den Eltern, oder die Party mit Freunden. Auch umgekehrt soll dieser Tipp eine wundersame Wirkung auf die übliche Feiertagseinsamkeit haben.

Wichtig ist, dass Sie in dieser schwierigen Zeit unter Menschen gehen und nicht allein zu Hause bleiben und Trübsal blasen. Denn auch die Fereitage und deren melancholischer Beigeschmack wird vergehen und somit der Alltag wird wieder Einkehr haben. Aber um so schöner wäre es doch, wenn Sie erholt und entspannt in den Alltag zurückkehren könnten und nicht mit Feiertagsgräuel im Hinterkopf. Vielleicht möchte jemand darüber schreiben?

Sonntag, 14. Dezember 2008

Wie Alleinerziehende auf Partnersuche gehen

Foto: pixelio.de

Ja, alleine der Titel hört sich schon seltsam an. Es ist wie, als träfen hier zwei vollkommen verschiedenen Welten aufeinander, die so weit voneinander entfernt zu sein scheinen, dass es fast schon an ein Wunder grenzen würde, wenn sie sich doch noch in der Mitte träfen - Alleinerziehende können einfach nicht auf Partnersuche gehen - oder etwa doch?

Für den Alleinerziehenden Part steht an erster Stelle immer das Kind. Das ist einfach fest in unseren mütterlichen oder auch väterlichen Genen veranlagt, dass wir uns selbstlos um unsere Kinder kümmern, selbst dann, wenn sie langsam ein Alter erreicht haben, in dem sie es gar nicht mehr so besonders Wünschen, dass wir sie an erster Stelle setzen. Spätestens in der Pubertät, ist der Konflikt schon vorprogrammiert. Das Kind, was in den Jahren des Alleinseins und der alleinigen Erziehung immer im Mittelpunkt des Elternteils gestanden hat, wird plötzlich flügge und sendet Signale, dass es "frei" gelassen werden möchte. Eine Situation, die unter Umständen für den Elternteil ein tiefer Schlag sein kann, denn erst jetzt wird so richtig deutlich, dass man alleine ist und es eigentlich auch die ganzen Jahre über war.

Doch bei vielen kommt die Erkenntnis nicht erst mit dem Loslassen müssen seiner Sprösslinge, sondern eventuell - was der Idealfall wäre - schon früher. Vielleicht in dem Augenblick wo bei Kai Pflaumes "Nur die Liebe zählt" das Herz dem Verstand plötzlich unmissverständlich zu verstehen gibt, dass dem Ich das Du fehlt und im gleichen Atemzug verlauten lässt, dass es nicht mehr länger alleine bleiben will. Das ist u. U. zwar hart, aber dafür verdammt ehrlich.

Doch was tun? Wie finde ich einen neuen Partner?

In erster Linie sollte man seinen eigenen Schatten überspringen und dem Ich-Will-Part wesentlich mehr Beachtung schenken, als dem Ich-Will-Das-Doch-Lieber-Nicht-Part. Denn der neue Partner wird nicht aus heiterem Himmel mit einem Strauß Rosen plötzlich vor der Türe stehen, sondern er muss erst gefunden werden.

Wo fängt man an zu suchen?

Der oder die Mutige nimmt sich die Zeit, um einfach mal wieder rauszugehen. Singleparties und entsprechende Veranstaltungen gibt es in jeder nächst großen Stadt - alles ist möglich, es muss nur der Mut zum gesellschaftlichen Leben und ein geeigneter Babysitter vorhanden sein. In den häufigsten Fällen scheitert es aber meist dann doch an der mangelnden Zeit, aber auch an der Angst vor neuer Enttäuschung oder sogar Abweisung. Wer Allein erziehend ist, ist nicht alleine und somit kann est Muter oder Vater nur im Doppelpack geben, die Angst nicht deswegen nicht angenommen und akzeptiert zu werden sitzt immer im Nacken.

Aber auch dem kann Abhilfe verschafft werden, denn eine weit verbreitete und auch sehr beliebte Möglichkeit für Single Moms und Single Dads sind Partnerbörsen oder Portale im Internet - der Babysitter ist hier in jedem Fall schon einmal gespart. Foren und Portale, über die sich Single-Mütter und Single-Väter suchen und finden oder einfach auch nur austauschen können, wie z.B. halbvoll.net oder patchworkglueck.de .

Auch gemeinsame Gruppenreisen mit Kindern, sind eine beliebte Möglichkeit, um der Einsamkeit zu entfliehen und aus dem Ich endlich wieder ein Wir zu machen. Selbst wenn es beim Urlaub in den Alpen oder auf dem Ponyhof nicht funkt, hat man zumindest eine schöne Zeit mit Gleichgesinnten verbracht.

Montag, 8. Dezember 2008

Kinder allein zu erziehen, ist hart!


Autor: all4mykids
Foto: © Roslen Mack - Fotolia.com


Diese Aussage ist heute nicht mehr neu. Wissen tut es Jede / Jeder - nicht nur Alleinerziehende!
Vor allem Mütter in der Rolle der Erziehenden ohne männlichen Partner können ein Lied davon singen. Obwohl - zum Singen ist wohl eher keiner dieser Mütter zu Mute ...

Mit diesem Blog wende ich mich in erster Linie an die alleinerziehenden Frauen, die in der weitaus größeren Zahl betroffen sind - im Verhältnis 85:15 %.

Bis auf wenige, finanziell gut abgesicherte Frauen sind die meisten nicht aus freien Stücken zu Alleinerziehenden geworden. Einige sind verwitwet, andere kommen aus einer gewalttätigen Beziehung. In einigen Fällen verließ der Vater die Familie, in anderen hat er sich von vorn herein gar nicht erst sehen lassen.

Wie auch immer die Voraussetzung ist, das Ergebnis ist immer das gleiche: die Kinder werden allein groß gezogen. Das mag keine ideale Konstellation sein - aber es wurde früher schon geleistet, und wir können es ebenfalls meistern! Wieviel Nachkriegskinder hat es gegeben, die bei den Großeltern aufgewachsen sind, weil die Umstände (Krieg, Vertreibung, Not) es nicht anders zugelassen haben.

Es gibt Untersuchungen, dass Kinder aus Familien ohne Vater gefährdet sind, eher vom "normalen" Weg abzukommen als solche, in denen der Vater eine Rolle in der Erziehung spielt. So sollen Jungs, die ohne Vater erzogen wurden, doppelt so häufig zu jugendlichen Tätern werden. Mädchen, die aus einer Familie ohne Vater stammen, sollen anfälliger für Teenager-Schwangerschaften sein. Das darf nicht einschüchtern, es bedeutet lediglich, dass allein- erziehende Mütter sehr viel größere Herausforderungen meistern müssen als durchschnittliche Familien.

Vergessen wir nicht: auch die Kinder durchleben schwierige Zeiten. Viele mussten Erfahrungen
mit dem Tod machen, fühlen sich verantwortlich für die Trennung der Eltern, erleben Verluste, weil der Vater nicht mehr die Rolle in ihrem Leben spielt wie früher. Die Mutter, die für den Unterhalt der Familie sorgen muss, ist auch nicht mehr so präsent wie früher, auch das ist ein Verlust. Andere Personen kümmern sich: im Kindergarten, bei der Tagespflege, die Großeltern..... Sie werden traurig oder wütend, weil sie ihren Vater vermissen oder durch einen Umzug ihre Freunde nicht mehr sehen können.

Wir alle wollen das Beste für unsere Kinder. Wir möchten, dass sie glücklich sind. Was sollen wir also tun?

Dieser Blog soll zum Mitbloggen anregen, durch Gemeinsamkeiten Lösungen zu finden, statt sich von den Umständen überrollen zu lassen.